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Die letzten Tage von Pompeji (1959)
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Die letzten Tage von Pompeji (1959)
Los últimos días de Pompeya; Gli ultimi giorni di Pompei (1959)
Monumental / Drama / Liebe - Italien - Spanien - Deutschland 1959
Internationale Titel einblenden
Inhalt

MDR-Text (anlässlich der Fernsehausstrahlung am 10.01.2010):

Die letzten Tage von Pompeji
Spielfilm Italien/Spanien/BRD 1959
Datum / Sendezeit / Länge So., 10.01. / 11:00 Uhr / 93:11 min

In Pompeji mehren sich grausame Überfälle auf Häuser vornehmer Bürger der Stadt. Die Anwesen werden geplündert und in Brand gesteckt, ihre Bewohner niedergemetzelt. Die Christen der Stadt werden beschuldigt, hinter diesen brutalen Überfällen zu stecken. Auch die Familie des Centurio Glauco Leto, der mit seinen Freunden Caio, Marco und dem Besitzer einer Taverne in Pompeji nach einem siegreichen Feldzug in seine Heimatstadt zurückkehrt, wurde überfallen und ausgelöscht. Bei Ädil Ascanio, dem Oberhaupt Pompejis, dessen Tochter Elena Glauco beim Einzug in die Stadt das Leben gerettet hat, setzt er sich für eine schnelle Aufklärung der Überfälle ein. Noch glaubt Glauco an die Mär von der Schuld der Christen, doch als der Dieb Antonio bei einem Prätorianer Diebesgut aus dem Hause Leto findet und sein Freund Marco im Tempel der Isis getötet aufgefunden wird, mehren sich Glaucos Zweifel. In der Zwischenzeit hat der Prätorianer Galleno, der sich durch besondere Grausamkeit bei der Christenverfolgung auszeichnet, die Christen bei einer heimlichen Zusammenkunft überfallen und in Folterkeller sperren lassen. Elena, in die sich Glauco verliebt hat, ist auch eine heimliche Christin. Sie kann Glauco endgültig von der Unschuld der Gläubigen überzeugen.

Als sich Glauco auf den Weg nach Herculaneum macht, um bei Elenas Vater Ascanio Fürsprache für die Christen einzulegen, wird er unterwegs hinterhältig vom Priester der Isis und Galleno angegriffen, doch mit letzter Kraft schafft er es zu Ascanio. Er erklärt ihm, dass der Priester der Isis der Anführer der Mörderbande sei. Während Glauco nach Pompeji zurückreitet, enthüllt Julia Lavinia ihrem Ehemann Ascanio ihr wahres Gesicht: Sie ist die Anführerin der Mörder, weil sie einst Rache geschworen hat für die Ermordung ihrer ägyptischen Vorfahren, und Ascanio benutzte sie nur als Instrument dazu. Sie erdolcht Ascanio, um Glauco anschließend in der Öffentlichkeit des Mordes an ihrem Mann zu beschuldigen. Als Elena Glauco verteidigt, wird auch sie als Christin überführt. Fast scheint es, als seien Julia und der Priester der Isis am Ziel ihres Rachefeldzugs angekommen: Elena und die anderen Christen sollen in der Arena den Löwen zum Fraß vorgeworfen werden, Glauco sitzt im Kerker. Doch es wird alles anders kommen, nicht zuletzt auch deshalb, weil es im Vesuv brodelt.

Regisseur Mario Bonnard hat Bulwer-Lyttons mehrfach verfilmten Roman mit großem Aufwand und eindrucksvollen Effekten inszeniert. Dramatischer Abschluss des Films ist dabei der spektakuläre Ausbruch des Vesuvs, der sich am 24. August 79 n. Chr. zutrug. Das Drehbuch schrieb Sergio Leone, der gleichzeitig als Co-Regisseur fungierte. Das charismatische Liebespaar spielen Steve Reeves und Christine Kaufmann. Sie war damals gerade 14 Jahre jung - morgen feiert sie ihren 65. Geburtstag.

Die Tochter einer Französin und eines Deutschen steht mit acht Jahren das erste Mal vor der Kamera. Mit Filmen wie "Rosen-Resli" (1954) und "Der schweigende Engel" (1954) wird das hübsche, natürlich agierende Mädchen zum gefeierten Kinderstar. Als Teenager spielt sie 1958 an der Seite von Romy Schneider in "Mädchen in Uniform". Dann holt sie Gottfried Reinhardt für den Film "Stadt ohne Mitleid" (1961) mit Kirk Douglas. Der Film bringt Christine Kaufmann internationale Anerkennung, als erste Deutsche gewinnt sie den Golden Globe Award als beste Nachwuchsdarstellerin. Nach den Dreharbeiten zu "Die letzten Tage von Pompeji" geht die junge Schauspielerin nach Hollywood. Schauspielerisch bringt ihr das nicht viel, aber am Set von "Taras Bulba" lernt sie 1961 Tony Curtis kennen und lieben. Sie heiraten 1963 und bekommen zwei Kinder, doch die Beziehung nimmt 1966 ein unrühmliches Ende. 1968 kehrt sie nach Deutschland zurück und dreht den von Rolf von Sydow inszenierten Fernsehfilm "Wie ein Blitz", der ein großer Erfolg wird. In der Folgezeit entwickelt sie sich zur überzeugenden Charakterdarstellerin, u. a. auch durch die Zusammenarbeit mit dem Regisseur Werner Schroeter, der sie in seinen meist opernhaften Melodramen emotional und künstlerisch fordert. Eine ihrer reifsten Darstellung bietet sie als Edith Harms-Schiele, der Ehefrau des Malers Schiele, in "Egon Schiele - Exzesse" (1981) von Herbert Vesely. Sie wirkt in den Fassbinder-Filmen "Lili Marleen" (1980) und "Lola" mit und ist - eher untypisch für sie - die verschrobene Olga in "Monaco Franze" von Helmut Dietl. In den 1990er-Jahren wendet sich die Schauspielerin der Esoterik zu, schreibt das Buch "Körperharmonie" und kreiert eine eigene Wellness- und Kosmetik-Produktreihe bei einem Teleshoppingsender.

Musik: Angelo Francesco Lavagnino
Kamera: Antonio Ballesteros
Buch: Ennio De Concini, Luigi Emmanuele, Sergio Leone, Duccio Tessari und Sergio Corbucci
Regie: Mario Bonnard und Sergio Leone

Glauco Leto - Steve Reeves
Elena - Christine Kaufmann
Priester der Isis - Fernando Rey
Nydia - Barbara Carroll
Julia Lavinia - Anne-Marie Baumann
Galleno - Mimmo Palmara
Ädil Ascanio - Guillermo Marín
Antonio Marco - Ángel Aranda
Olintho - Carlo Tamberlani
Caio, Glaucos Freund - Mario Morales
Konsul - Mino Doro
Wirt, Glaucos Freund - Ángel Ortiz
Marco, Glaucos Freund - Mario Berriatúa
Tullia, Wirtin - Lola Torres
Bestohlener Mann - Antonio Casas
u.a.

Zum 65. Geburtstag von Christine Kaufmann am 11. Januar

Starttermine:
12.11.1959 Italien Kinopremiere Gli ultimi giorni di Pompei
22.12.1959 Deutschland Kinopremiere Die letzten Tage von Pompeji (BRD)
29.02.1960 Spanien Kinopremiere Los ultimos días de Pompeya (Madrid)
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Besetzung
Nr. Darsteller RollennameSynchronsprecher Bild InfoIMDb
Vorspann
1 Steve Reeves
(in)
Glauco
DF: Glauco Leto
2 Christine Kaufmann
(con)
I: Jone
DF: Elena
3 Fernando Rey I: alto sacerdote
DF: Priester der Isis
4 Barbara Carroll I: Nidia
DF: Nydia
5 Annemarie Baumann I: Giulia
DF: Julia Lavinia
6 Mimmo Palmara I: Gallino
DF: Galleno
7 Guillermo Marin I: Ascanio
DF: Ädil Ascanio
8 Angel Aranda Antonio Marco
9 Carlo Tamberlani
(e)
I: capo dei cristiani
DF: Olintho
10 Mario Morales Caio, Glaucos Freund 
11 Mino Doro I: secondo console
DF: Konsul
12 Ángel Ortiz Helio 
13 Mario Berriatua Marco, Glaucos Freund  
14 Lola Torres   
15 Ignazio Dolce
(c.s.c.)
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Stab
Musik
Angelo Francesco Lavagnino
Drehbuch
Ennio De Concini, Sergio Leone, Duccio Tessari, Luigi Emmanuele, Sergio Corbucci
Kamera
Antonio Ballesteros, Enzo Barboni (2a unità)
Schnitt
Eraldo Da Roma
1. Regieassistenz
Duccio Tessari, Augusto Fenollar
Bauten
Ramiro Gomez
Kostüme
Vittorio Rossi
Regie
Mario Bonnard, Sergio Leone (Regia 2ª unità), Sergio Corbucci (Unbekannt)
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