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Gewalt und Leidenschaft
Gruppo di famiglia in un interno; Violence et passion
Drama - Italien - Frankreich 1974 - 122 Min.
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Inhalt

ARD-Text (anlässlich der Fernsehausstrahlung in der Nacht vom 20.04. auf den 21.04.2010):

Gewalt und Leidenschaft

© ARD / Länge: 115 Minuten / Breitbild / FSK 16
(Gruppo di famiglia in un interno)
Spielfilm Italien/Frankreich 1974

Das geruhsame Leben eines römischen Wissenschaftlers und Kunstsammlers wird gestört durch neue Mieter, die er widerwillig in das Obergeschoss seines großzügigen Palazzos einziehen lässt. Mit ihrem ausschweifenden, neureichen Lebensstil sorgen die Industriellen-Gattin Marchesa Brumonti und ihre Familie für Hektik und Chaos. Doch der ungestüme Lebenshunger der jungen Menschen um ihn herum wirkt bald ansteckend auf den einsamen Akademiker, der sich insgeheim schon auf den Tod vorbereitet hatte. Besonders der junge deutsche Student Konrad, der sich von der Marchesa schamlos aushalten lässt, fasziniert den Professor.
In seinem grandios inszenierten Spätwerk lässt Luchino Visconti die blasierte Exzentrik der geistlosen Schickeria der 1970er Jahre mit der Melancholie eines vereinsamten Akademikers kollidieren. Neben Burt Lancaster und Helmut Berger ist Silvana Mangano zu sehen, die im April 2010 80 Jahre alt geworden wäre und der Das Erste den Film aus diesem Anlass widmet.
*
Der alternde Professor (Burt Lancaster) ist vor vielen Jahren aus dem amerikanischen Exil zurückgekehrt, um sich in seinem feudalen römischen Palazzo inmitten von Büchern und Kunstschätzen von der Welt abzuschotten. Seine grabesähnliche Ruhe wird jäh gestört durch die exzentrische Marchesa Brumonti (Silvana Mangano). Mit dreister Aufdringlichkeit will die Industriellen-Gattin den Professor dazu bewegen, ihr das leerstehende Obergeschoss zu vermieten. Dort soll ihr Liebhaber Konrad Huebel (Helmut Berger), der auf ihre Kosten lebt, wohnen. Der zwielichtige deutsche Student, während der 1968er-Unruhen in die Kriminalität abgetaucht, fasziniert den Eremiten. Von Konrads Charme umgarnt, gibt der Professor dem Ansinnen der Marchesa nach und wird so in das lärmend-dekadente Familienleben der Neureichen hineingezogen. Auch Lietta (Claudia Marsani), Tochter der Marchesa, und deren Verlobter Stefano (Stefano Patrizi) sind regelmäßig als Gäste im Palazzo. Zwischen der kultivierten Lebensart des emotional kontrollierten Akademikers und der oberflächlichen Hektik seiner neuen Mieter liegen Welten. Dennoch wächst dem Professor seine chaotische Ersatzfamilie bald ans Herz. Besonders die verwirrend attraktive Erscheinung Konrads, für den er bei der Polizei sogar eine Falschaussage macht, bewegt sein Gemüt. Als der Ehemann der Marchesa, ein einflussreicher Industrieller, fluchtartig das Land verlässt und seiner Gattin vorher nahelegt, sich von ihrem Geliebten zu trennen, wird Konrad in eine verzweigte politische Intrige verwickelt. Ein Abschiedsbrief Konrads lässt den Professor mit dem Schlimmsten rechnen.

Luchino Viscontis vorletzter Film bietet ein eindringliches Kammerspiel mit geschliffenen Dialogen und gemäldegleich komponierten Bildern. Vor dem Hintergrund der politischen Verhältnisse Italiens während der frühen 1970er Jahre reflektiert „Gewalt und Leidenschaft" ein komplexes Geflecht aus emotionalen und finanziellen Abhängigkeiten. Mit unterschwellig spannungsgeladener Dramaturgie schildert Visconti in Anknüpfung an seine vier Jahre zuvor entstandene Thomas-Mann-Adaption „Tod in Venedig" erneut die Beziehung eines älteren Mannes zu einem Jüngeren. Neben Silvana Mangano als verzweifelte Millionärin und dem großartigen Burt Lancaster überzeugt der damalige Visconti-Lebensgefährte Helmut Berger („Ludwig II.") in einer schillernden Rolle als rätselhaftes Objekt der Begierde. Einen weiteren Film anlässlich des 80. Geburtstages von Silvana Mangano zeigt Das Erste im Anschluss: „Edipo Re - Bett der Gewalt" aus dem Jahr 1967.

Personen:
Professor - Burt Lancaster
Marchesa Biancha Brumonti - Silvana Mangano
Konrad Huebel - Helmut Berger
Lietta Brumonti - Claudia Marsani
Stefano - Stefano Patrizi
Frau des Professors - Claudia Cardinale
und andere

Musik: Franco Mannino und Wolfgang Amadeus Mozart
Kamera: Pasqualino De Santis
Buch: Suso Cecchi D'Amico, Enrico Medioli und Luchino Visconti
Regie: Luchino Visconti

Laufzeit: 116 Min.


Starttermine:
10.12.1974 Italien Kinopremiere Gruppo di famiglia in un interno
19.03.1975 Frankreich Kinopremiere Violence et passion (Paris)
27.03.1975 Deutschland Kinopremiere Gewalt und Leidenschaft (BRD)
01.09.1975 Spanien Kinopremiere Confidencias (Madrid)
02.11.1979 Deutschland Kinopremiere Gewalt und Leidenschaft (DDR)
21.09.1980 Deutschland TV-Premiere Gewalt und Leidenschaft (DDR - DFF 1)
17.03.2006 Deutschland DVD-Premiere Gewalt und Leidenschaft
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Besetzung
Nr. Darsteller Rollenname

Bild InfoIMDb
Vorspann
1 Burt Lancaster ProfessoreHolger Hagen
2 Helmut Berger Konrad HubelJürgen Clausen
3 Silvana Mangano Bianca BrumontiRosemarie Fendel
4 Claudia Marsani Lietta 
5 Stefano Patrizi Stefano
6 Romolo Valli Avvocato Micheli
7 Elvira Cortese Erminia 
8 Philippe Hersent Domenico
9 Guy Trejan Kunsthändler  
10 Jean-Pierre Zola
(als Jean Pierre Zola)
Kunsthändler
11 Umberto Raho Commissario Bernai
12 Enzo Fiermonte Handwerker
Abspann
13 Georges Clatot   
14 Valentino Macchi Polizist
15 Vittorio Fanfoni  
16 Lorenzo Piani  
17 Margherita Horowitz
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Stab
Musik
Franco Mannino
Drehbuch
Suso Cecchi D'Amico, Enrico Medioli, Luchino Visconti
Kamera
Pasqualino De Santis (als Pasquale De Santis)
Schnitt
Ruggero Mastroianni
Idee
Enrico Medioli
Kostüme
Vera Marzot
1. Regieassistenz
Albino Cocco
2. Regieassistenz
Louise Vincent, Giorgio Treves, Alessio Girotti
Produzent
Giovanni Bertolucci
Regie
Luchino Visconti
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Plakat
Deutschland
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