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Giorni e nuvole
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Giorni e nuvole
Giorni e nuvole; Tage und Wolken
Sozialdrama - Italien - Schweiz 2007
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Inhalt

ARD-Text (anlässlich der Fernsehausstrahlung in der Nacht vom 14. auf den 15.02.2010):

Das Film Festival:

Tage und Wolken

© ARD / Länge: 115 Minuten / Breitbild / Dolby Digital
(Giorni e nuvole)
Spielfilm Italien/Schweiz 2007

Die Kunsthistorikerin Elsa ist noch verkatert von der rauschenden Feier ihrer bestandenen Promotion, als ihr Mann Michele kleinlaut erklärt, er sei arbeitslos und pleite. Der soziale Abstieg des scheinbar wohlhabenden Paares ist rasant. Hals über Kopf müssen die beiden ihre kostspielige Eigentumswohnung aufgeben und in ein Hochhaus ziehen. Während Elsa sich mit Bürojobs arrangiert, bekommt der einstige Unternehmer Michele kein Bein auf die Erde. Silvio Soldinis nüchtern beobachtendes Sozialdrama zeichnet die bewegende Chronik eines sozialen Abstiegs. Margherita Buy und Antonio Albanese machen das Unglück der Deklassierung hautnah spürbar.
*
Überglücklich feiert Elsa (Margherita Buy), eine elegante Frau mittleren Alters, auf einer ausgelassenen Party ihren gerade erworbenen Doktortitel in Kunstgeschichte. Am Morgen danach gesteht ihr Mann Michele (Antonio Albanese), von Beruf Schiffsbau-Unternehmer, dass er von seinem Geschäftspartner Roberto (Alberto Giusta) buchstäblich ausgebootet wurde. Plötzlich steht alles im bisher wohlhabenden Dasein des sympathischen Paares zur Disposition - die exotischen Urlaube, die Jacht und die üppigen Restaurantbesuche mit Freunden. Selbst die geliebte Altbau-Eigentumswohnung mit Blick über den Hafen müssen sie unter Wert verkaufen und eine enge Wohnung in einer Hochhaussiedlung am Stadtrand beziehen. Elsa findet sich mit der Situation ab und schiebt Doppelschichten in anspruchslosen Bürojobs. Michele dagegen tut sich schwer damit, Stellenangebote unter seiner Qualifikation in Erwägung zu ziehen. Doch die Ernüchterung ist gnadenlos. Nach vergeblicher Arbeitssuche und einigen Hilfsjobs als Vespa-Kurier und Billig-Handwerker fällt Michele in eine tiefe Depression. Die Wut auf sein vermeintliches Versagen lässt er an der erschöpften Elsa aus. Auch die erwachsene Tochter Alice (Alba Rohrwacher), die ihr eigenes Leben mit dem „nicht standesgemäßen" Kneipenwirt Riki (Fabio Troiano) führt, kann ihren Eltern nicht helfen.

Das melancholische Drama eines deklassierten Mittelstandes überzeugt durch Präzision und Detailgenauigkeit. Der schleichende Verlust von Status und Lebensfreude wird mit erstaunlich nüchterner und bitterer Wahrhaftigkeit inszeniert. Elsa kann sich das unbezahlte Engagement bei einer Freskorenovierung nicht mehr leisten; der Zwang zum Geldverdienen führt zu einer Veränderung der ehelichen Hierarchie. Die Unbeschwertheit des kultivierten Paares, das sich plötzlich in einem ganz anderen Milieu wiederfindet, weicht der Armut. Freunde ziehen sich zurück. Doch Silvio Soldini - international bekannt durch seine Emanzipationskomödie „Brot und Tulpen" - lässt in seiner souveränen Inszenierung immer wieder komische Momente zu und gewährt am Ende einen Hoffnungsschimmer, wenn sich das Paar seiner Solidarität und Liebe neu besinnt: ein Film für Erwachsene.

Personen:
Elsa - Margherita Buy
Michele - Antonio Albanese
Vito - Giuseppe Battiston
Alice - Alba Rohrwacher
Nadia - Carla Signoris
Riki - Fabio Troiano
Salviati - Paolo Sassanelli
Micheles Vater - Arnaldo Ninchi
Luciano - Antonio Francini
Terzetti - Teco Celio
Roberto - Alberto Giusta
und andere

Musik: Giovanni Venosta
Kamera: Ramiro Civita
Buch: Doriana Leondeff, Francesco Piccolo und Federica Pontremoli
Regie: Silvio Soldini

Laufzeit: 113 Min.

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Besetzung
Nr. Darsteller RollennameSynchronsprecher Bild InfoIMDb
1 Margherita Buy Elsa
2 Antonio Albanese
3 Giuseppe Battiston
4 Alba Rohrwacher   
5 Carla Signoris   
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Stab
Musik
Giovanni Venosta
Drehbuch
Doriana Leondeff, Francesco Piccolo, Federica Pontremoli
Kamera
Ramiro Civita
Regie
Silvio Soldini
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