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Hello Goodbye
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Hello Goodbye
Hello Goodbye
Komödie - Frankreich - Italien - Israel 2008
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Inhalt

ARD-Text (anlässlich der Fernsehausstrahlung in der Nacht von Sonntag (01.08.) auf Montag (02.08.2010)):

KinoFestival im Ersten
Neues französisches Kino:

Tel Aviv Rendezvous

© ARD / Länge: 90 Minuten
Dolby Digital / High Definition / Videotext
(Hello Goodbye)
Spielfilm Frankreich/Italien/Israel 2008

Neubeginn in Israel oder Scheidung: Vor diese Wahl stellt die konvertierte Jüdin Gisèle ihren Ehemann Alain nach der Rückkehr aus einem Tel-Aviv-Urlaub. Doch die Hals-über-Kopf-Auswanderung konfrontiert das französisch-jüdische Paar mit den Rätseln einer völlig fremden Kultur. Ohne Sprachkenntnisse, Job, Haus und die eigenen Möbel, die auf dem Meeresgrund gelandet sind, gestaltet sich das alltägliche Leben als Serie von Pleiten, Pech und Pannen. Während Alain der Verzweiflung nahe ist, blüht Gisèle auf und stürzt sich sogar in eine Affäre mit einem Rabbi. Doch plötzlich geht Alain ein Licht auf.
Paradoxie ist Trumpf in dieser erfrischend „jüdischen" Komödie, die vom Spielwitz zweier großer Stars des französischen Kinos lebt, Fanny Ardant und Gérard Depardieu, - und die Reihe „Neues französisches Kino" im Ersten fortsetzt.
*
Der Pariser Gynäkologe Alain Gaash (Gérard Depardieu) stammt von litauischen Juden ab. Mit der Religion hat der gut situierte Arzt es allerdings nie so genau genommen - was sich durch die Heirat seines Sohnes Nicolas (Julien Baumgartner) ändert. Alains Frau Gisèle (Fanny Ardant), die ihrem Mann zuliebe konvertierte, entdeckt plötzlich das Judentum als neuen Impuls für ihr Leben. Nach einem gemeinsamen Israel-Urlaub setzt sie ihm die Pistole auf die Brust: Auswanderung oder Scheidung! Seiner Frau zuliebe versucht Alain, das Beste aus der Situation zu machen, doch das gelobte Land rollt den beiden französischen Juden nicht gerade den roten Teppich aus. Dabei hatte alles so vielversprechend begonnen: Ein netter Makler verkaufte ihnen ein Traumhaus am Meer, ein hilfsbereiter israelischer Fachkollege bot Alain eine maßgeschneiderte Stelle im Krankenhaus an. Doch nach der Übersiedelung müssen die Pariser schmerzlich feststellen, dass das alltägliche Leben in Tel Aviv ganz eigenen, schwer durchschaubaren Gesetzen folgt. Das bereits bezahlte Haus bleibt ein Rohbau, ihr Umzugscontainer landet auf dem Meeresgrund, und mit dem Job im Hospital wird es auch nichts. Trotz beengter Behausung in einem Übersiedlerheim lässt Gisèle sich von derlei Rückschlägen nicht irritieren. Während Alain sich heimlich auf dem Hotelparkplatz als Autowäscher verdingt, flirtet sie mit einem Marihuana rauchenden Rabbi (Lior Ashkenazi). Schließlich besteht sie darauf, dass Alain sich beschneiden lässt - das Ritual wird leider ohne Betäubung durchgeführt.
Mit reichlich Esprit wirft die dialogstarke Culture-Clash-Komödie einen herrlich schrägen Blick auf Israel und das Judentum. Dabei erreichen die Pointen dieser französisch-israelischen Literaturverfilmung zuweilen einen surrealen Touch - etwa wenn das Paar in der Wüste plötzlich dem Messias begegnet. Oder wenn Alain sich an der Klagemauer wünscht, Paris St. Germain möge gewinnen. Die stimmungsvolle Geschichte einer leidgeprüften Identitätsfindung funktioniert prächtig dank Schwergewicht Gérard Depardieu und der ungebrochen faszinierenden Fanny Ardant, die bereits in Truffauts „Die Frau nebenan" (1981) und zuletzt im Episodenfilm „Paris, je t'aime" (2006) als Paar harmonierten. Ein Geheimtipp für Liebhaber des etwas anderen Humors. Jean-Paul Belmondo endet in „Ein Mann und sein Hund" als Clochard und muss feststellen, dass sein vierbeiniger Begleiter der Einzige ist, der ihn nicht im Stich lässt. Mit „Ein Mann und sein Hund" aus dem Jahr 2008 setzt Das Erste am 8. August die Reihe „Neues französisches Kino" fort.


Personen:
Gisèle - Fanny Ardant
Alain - Gérard Depardieu
Simon Gash - Jean Benguigui
Yossi - Lior Ashkenazi
Polizeichef - Sasson Gabai
Siletsky - Gilles Gaston Dreyfus
Alain's Mutter - Françoise Christophe
Shapiro - Manu Payet
Großmutter - Claudine Baschet
Onkel Albert - Jaques Herlin
Alain's Vater - Jean-Claude Jay
Madame Saint-Alban - Muriel Combeau
Saint-Alban - Jean-Michel Lahmi
Nicolas - Julien Baumgartner
und andere

Kamera: Gérard Sterin
Buch: Michael Lellouche
Regie: Graham Guit

Laufzeit: 95 Min.

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Besetzung
Nr. Darsteller RollennameSynchronsprecher Bild InfoIMDb
1 Fanny Ardant Gisèle
2 Gérard Depardieu Alain
3 Jean Benguigui Simon Gash  
4 Lior Ashkenazi Yossi  
5 Sasson Gabai Polizeichef  
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Stab
Drehbuch
Michael Lellouche
Kamera
Gérard Sterin
Regie
Graham Guit
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