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Mr. Klein
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Mr. Klein
Mr. Klein; Monsieur Klein
Frankreich - Italien 1975
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ARD-Text (anlässlich der Fernsehausstrahlung zu Alain Delon - 75. Geburtstag am 08.11.2010- in der Nacht von Dienstag (09.11.) auf Mittwoch (10.11.2010)):

Mr. Klein

© ARD / Länge: 116,26 Minuten / Breitbild
Spielfilm Frankreich/Italien 1976


NOTIZ:
Robert Klein, ein Elsässer, macht in Paris während der deutschen Besatzungszeit gute Geschäfte, indem er verfolgten Juden Kunstgegenstände und Antikes für einen Bruchteil des tatsächlichen Werts abkauft. Eines Tages sieht er sich von mysteriösen Machenschaften bedroht, die offenbar darauf abzielen, ihn vor den Behörden selbst als Juden erscheinen zu lassen. Er wird zunehmend mit einem jüdischen Namensvetter verwechselt. Auf der Suche nach dem Unbekannten gleichen Namens gerät er am Ende selbst in die Vernichtungsmaschinerie der Nazis.
Alain Delon spielt die Titelrolle in dieser faszinierenden Filmparabel, mit der Das Erste die Reihe zum 75. Geburtstag des Schauspielers fortsetzt.
*
Paris, im Jahr 1942. Wie in anderen besetzten Ländern Europas sind auch in Frankreich die Juden ihres Lebens nicht mehr sicher. Robert Klein (Alain Delon) lässt das ebenso kalt wie viele seiner Landsleute. Er nutzt ungerührt die Notlage der verfolgten jüdischen Mitbürger, indem er ihnen Kunstwerke und Antiquitäten zu lächerlich niedrigen Preisen abkauft. Als der opportunistische junge Kunst- und Antiquitätenhändler nach einem besonders schäbigen Handel ein jüdisches Informationsblatt mit seinem Namen vor der Wohnungstür findet, hält er das anfangs nur für einen Irrtum. Immerhin meldet er den Vorfall der Polizei - und macht sich gerade dadurch verdächtig.
Nach und nach wächst in ihm die Überzeugung, dass ein tatsächlich existierender jüdischer Namensvetter darauf hinarbeitet, ihn als den Juden Robert Klein hinzustellen. Um sich dagegen wehren zu können, macht er sich auf die Suche nach dem geheimnisvollen Unbekannten, ohne diesen jedoch je zu Gesicht zu bekommen. Dabei zieht sich das Netz der Verfolgung immer enger um ihn zusammen.

Joseph Losey hat hier beklemmend gezeigt, „was ganz gewöhnliche Menschen, wie wir ihnen in unserer Umgebung begegnen können, anderen gewöhnlichen Leuten anzutun imstande sind". Sein Film ist die Geschichte einer Identitätskrise, die mit Selbstaufgabe und Untergang endet, und zugleich eine detaillierte Schilderung der Gleichgültigkeit vieler Franzosen gegenüber der Verfolgung ihrer jüdischen Mitbürger im besetzten Paris von 1942. Die kafkaesken Züge des Geschehens sind unübersehbar; bedrückender als die literarischen Assoziationen an die großen Romane Kafkas wirkt jedoch die historische Dimension des Films.
Einen Auftragskiller, der sich zur Ruhe setzen möchte, dabei aber auf Widerstand seitens seines bisherigen Auftraggebers stößt, spielt Alain Delon in Robin Davis' „Der Schock", den Das Erste im Anschluss zeigt.


Personen:
Robert Klein - Alain Delon
Florence - Jeanne Moreau
Concierge - Suzanne Flon
Pierre - Michel Lonsdale
Janine - Juliet Berto
Nicole - Francine Bergé
Mann mit Gemälde - Jean Bouise
Mr. Klein sen. - Louis Seigner
Polizeibeamter - Michel Aumont
Charles - Massimo Girotti
Cathy/Isabelle/Nathalie/Françoise/und andere - Francine Racette

Musik: Egisto Macchi und Pierre Porte
Kamera: Gerry Fisher
Buch: Franco Solinas und Fernando Morandi
Regie: Joseph Losey


D

Starttermine:
23.09.1976 Italien Kinopremiere
27.10.1976 Frankreich Kinopremiere
07.10.1977 DDR Kinopremiere
14.10.1978 BRD Fernsehpremiere (ARD)
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Besetzung
Nr. Darsteller RollennameSynchronsprecher Bild InfoIMDb
1 Alain Delon Robert Klein
2 Jeanne Moreau Florence
3 Suzanne Flon Concierge  
4 Michael Lonsdale Pierre
5 Juliet Berto Janine  
6 Francine Bergé Nicole  
7 Jean Bouise Mann mit Gemälde  
8 Louis Seigner Mr. Klein sen.
9 Michel Aumont Polizeibeamter  
10 Massimo Girotti Charles
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Stab
Musik
Egisto Macchi, Pierre Porte
Drehbuch
Franco Solinas, Fernando Morandi (Collaborazione alla sceneggiatura)
Kamera
Gerry Fisher, Pierre William Glenn
Schnitt
Henri Lanoë
Idee
Franco Solinas
Produzent
Alain Delon (Prodotto da), Raymond Danon (Prodotto da), Robert Kuperberg (Prodotto da), Sergio Bonotti (Prodotto da)
Regie
Joseph Losey
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