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Il grido
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Il grido
Il grido; The Cry
Drama - Italien - USA 1957
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Inhalt

ARD-Text (anlässlich der Fernsehausstrahlung in der Nacht von Sonntag (06.03.) auf Montag (07.03.2011)):

Der Schrei

© ARD / Länge: 102,23 Minuten / Breitbild
(Il Grido)
Spielfilm Italien/USA 1957


NOTIZ: Der Fabrikarbeiter Aldo wird von seiner langjährigen Geliebten Irma wegen eines anderen verlassen. Enttäuscht vagabundiert er mit seiner kleinen Tochter durch Norditalien. Er besucht seine Ex-Verlobte, kommt eine Weile bei einer Tankstellenbesitzerin unter und arrangiert sich mit einer jungen Prostituierten. Da er sich nirgends heimisch fühlt, kehrt er sehnsüchtig zu Irma zurück, die von ihrem neuen Mann bereits ein Kind hat. Der Anblick ist für Aldo unerträglich.
Mit diesem einfühlsamen Porträt eines Antihelden, dessen Gemütszustand sich in artifiziellen Schwarzweißbildern ausdrückt, fand Michelangelo Antonioni zu seinem unverwechselbaren Stil.
*
Aldo (Steve Cochran) arbeitet als Mechaniker in einer Zuckerraffinerie. Seit sieben Jahren lebt er mit der attraktiven Irma (Alida Valli) zusammen, sie haben eine gemeinsame Tochter. Mit der Nachricht vom Tod ihres Ehemannes, der nach Australien ausgewandert war, scheint endlich der Weg frei für die Heirat. Doch Irma hat sich in einen anderen Mann verliebt und kehrt Aldo den Rücken. Für den rechtschaffenen Arbeiter, der sich Tag für Tag auf das Heimkommen freute, bricht eine Welt zusammen. Gemeinsam mit seiner kleinen Tochter Rosina (Mirna Giradini) kehrt er zu seiner früheren Verlobten Elvia (Betsy Blair) zurück. Die tüchtige Schneiderin bemerkt jedoch schnell, dass sie in seinem Leben stets zweite Wahl sein wird, und gibt ihm den Laufpass. Nach monatelanger Odyssee kommt Aldo bei der kecken Tankstellenbesitzerin Virginia (Dorian Gray) unter, die ihn zur Heirat bewegt. Ihr zuliebe schickt er seine Tochter zur Mutter zurück, doch das bricht ihm endgültig das Herz. Aldo verlässt Virginia und lebt eine Weile mit der Gelegenheitsprostituierten Andreina (Lynn Shaw) zusammen. Schließlich kehrt er zu Irma zurück, in deren Leben es für ihn aber keinen Platz mehr gibt. Aldo zieht die für ihn einzig mögliche Konsequenz.

In seinem frühen Meisterwerk schildert Michelangelo Antonioni die melancholische Geschichte eines Arbeiters, dessen innere Zerrissenheit sich in grandiosen Landschaftsaufnahmen des winterlichen Po-Deltas spiegelt. Der spätere „Blow Up"-Regisseur zeigt ein Italien, wie es nie zuvor im Kino zu sehen war: trübe, nass, kalt, neblig und trostlos. Überraschend modern erscheint das über 50 Jahre alte Schwarzweiß-Drama dank nuanciert gezeichneter Frauencharaktere, die in allen Situationen ihre Handlungs- und Entscheidungsfreiheit bewahren.


Personen:
Aldo - Steve Cochran
Irma - Alida Valli
Virginia - Dorian Gray
Elvia - Betsy Blair
Edera - Gabriella Pallotta
Andreina - Lynn Shaw
und andere

Musik: Giovanni Fusco
Kamera: Gianni de Venanzo
Buch: Michelangelo Antonioni, Elio Bartolini und Ennio de Concini
Regie: Michelangelo Antonioni


D

Starttermine:
22.06.1957 Italien Kinopremiere Il grido
03.12.1958 Frankreich Kinopremiere Le cri
18.06.1960 BRD Kinopremiere Der Schrei
02.04.1962 BRD Fernseherstausstrahlung (ARD) Der Schrei
06.09.1981 DDR Fernsehpremiere (DFF 1) Der Schrei
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Besetzung
Nr. Darsteller RollennameSynchronsprecher Bild InfoIMDb
1 Alida Valli Irma
2 Steve Cochran Aldo  
3 Betsy Blair Elvia
4 Dorian Gray Virginia
5 Lynn Shaw Andreina 
6 Gabriella Pallotta Edera
7 Mirna Girardi D: die kleine Rosina
I: la piccola Rosina
  
8 Gaetano Matteucci D: der Verlobte von Edera
I: fidanzato di Edera
  
9 Pina Boldrini D: Lina, Irmas Schwester
I: Lina, sorella di Irma
  
10 Guerrino Campanili D: Virginias Vater
I: padre di Virginia
  
11 Piero Corvelatti D: Fischer
I: pescatore
  
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Stab
Musik
Giovanni Fusco
Drehbuch
Michelangelo Antonioni, Elio Bartolini, Ennio De Concini
Kamera
Gianni Di Venanzo (Direttore della fotografia), Erico Menczer (Operatore alla macchina), Dario Di Palma (Aiuto operatore), Ennio Guarnieri (Assistente operatore)
Schnitt
Eraldo Da Roma
Idee
Michelangelo Antonioni
1. Regieassistenz
Luigi Vanzi
Segretaria di edizione
Elvira D'Amico
Regie
Michelangelo Antonioni
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