Joe Bugner

Forenbereich für alle Ungarn und Innen im italienischen Film! Neben den oben genannten gehören auch: Ilona Staller, Agnes Kalpagos, Tommy Polgar und viele Darstellerinnen im Genre das keiner kennt... :-) )
Benutzeravatar
Spirito_Santo
Beiträge: 1189
Registriert: Fr 3. Mai 2013, 10:24
Kontaktdaten:

Re: Joe Bugner

Beitrag von Spirito_Santo »

Witzig, diese "Prophezeiung"!

Was wirklich seine erste Rolle war, ist schwierig zu sagen! Er könnte, da er ein bekannter Boxer war natürlich auch eine Rolle in einer US-Serie gehabt haben, aber irgendwie erscheint es mir wahrscheinlicher, dass es Mücke war! Ansonsten wäre auch der Zusatz: in seiner ersten Filmrolle falsch. Heißt natürlich nichts und im ital. steht außerdem prima volta sullo schermo, was anscheinend zum ersten Mal auf dem Bildschirm heißt, was aber auch Leinwand heißen könnte, was dann bei einer vorangegangenen TV-Rolle natürlich immer noch richtig sein könnte...
Da gibt es wohl nur eines: ihn selber fragen! :D
Im Buch steht wahrscheinlich nichts davon!?
...um zu glauben was wir lesen, wär ein Aug' genug gewesen.
...mit dem einen Maule schon, schwätzt zuviel der Erdensohn.
...hätt' er aber Mäuler zwei, löge er sogar beim Fressen!

Es gibt nur eines was wichtig ist: daß man sterben muß!
Benutzeravatar
CharlieFirpo
Administrator
Beiträge: 2333
Registriert: Do 2. Mai 2013, 19:31
Wohnort: Bremen
Kontaktdaten:

Re: Joe Bugner

Beitrag von CharlieFirpo »

Die Rolle ist in dem Buch nicht erwähnt, aber Bugner hat zu der Zeit in den USA gelebt und ist dann auf Franco Neros Rat nach Italien gegangen. Daher ist es aus meiner Sicht sehr wahrscheinlich, dass dieser Gastauftritt in der US-Serie vor Mücke war. Warum sollte er nach Mücke auch sowas machen?
Benutzeravatar
Spirito_Santo
Beiträge: 1189
Registriert: Fr 3. Mai 2013, 10:24
Kontaktdaten:

Re: Joe Bugner

Beitrag von Spirito_Santo »

Geld!?
Bugner wird ja nicht wegen einer Rolle in Italien geblieben sein, oder? Er hatte erst 1 Jahr später wieder eine Rolle in Kroko, der außerdem in Südafrika gedreht wurde, dann im Außerirdischen-Film, der in den USA gedreht wurde (allerdings dürfte es da auch ein paar Studioszenen geben (sicher sogar, weil die Generici werden sie nicht in die USA geflogen haben :lol: ) und selbst im Folgejahr in "Faust" drehten sie eher in Spanien...
Für die paar Studioszenen musste er nicht nach Italien ziehen... Hat er dezidiert geschrieben, dass er nach Italien gezogen ist? Gegangen kann ja viel heißen...
...um zu glauben was wir lesen, wär ein Aug' genug gewesen.
...mit dem einen Maule schon, schwätzt zuviel der Erdensohn.
...hätt' er aber Mäuler zwei, löge er sogar beim Fressen!

Es gibt nur eines was wichtig ist: daß man sterben muß!
Benutzeravatar
CharlieFirpo
Administrator
Beiträge: 2333
Registriert: Do 2. Mai 2013, 19:31
Wohnort: Bremen
Kontaktdaten:

Re: Joe Bugner

Beitrag von CharlieFirpo »

Geld wird für die Rolle in der Serie kaum der Grund gewesen sein. Die ist klein und ziemlich Banane. Ich denke da wird er keine große Gage bekommen haben. Ob er tatsächlich seinen festen Wohnsitz nach Italien verlegt hatte, keine Ahnung. Aber er wird sicher ein paar Wochen dort gewesen sein. In dem Buch steht, dass er nach seiner Boxkarriere gerne als Schauspieler arbeiten wollte und dass er darüber mit Franco Nero gesprochen hat, der ihm empfohlen hat es in Italien zu versuchen. Für mich klingt es wahrscheinlicher, dass er diesen Gastauftritt vor Mücke gemacht hat, aber es kann natürlich auch anders herum gewesen sein.
Benutzeravatar
Chickadee
Beiträge: 1010
Registriert: Fr 3. Mai 2013, 07:53
Wohnort: Bremen
Kontaktdaten:

Re: Joe Bugner

Beitrag von Chickadee »

Bild

ZDF Neo zeigt heute um 23:35 Uhr Street Fighter mit Jean-Claude van Damme. Joe Bugner ist hier in einer Nebenrolle als Folterknecht zu sehen. 🙂
Benutzeravatar
Chickadee
Beiträge: 1010
Registriert: Fr 3. Mai 2013, 07:53
Wohnort: Bremen
Kontaktdaten:

Re: Joe Bugner

Beitrag von Chickadee »

Am 9. Oktober ist eine neue Biographie von Muhammad Ali veröffentlicht worden. Diese trägt den Titel My Brother, Muhammand Ali und wurde von Rahaman Ali und Fiaz Rafiq geschrieben. Für dieses Buch haben die beiden Autoren auch Weggefährten und Gegner Alis interviewed und auch Joe Bugner kommt dabei zu Wort. Dabei geht es natürlich nicht um seine Karriere als Schauspieler, aber dennoch sind seine Aussagen nicht uninteressant:

Er erinnerte sich daran, Sparringspartner von Ali gewesen zu sein und zweimal gegen ihn gekämpft zu haben, beim zweiten Mal um den Weltmeistertitel im Schwergewicht in Kuala Lumpar im Juni 1975. Im Vorfeld dieses Titelkampfes wurde sein Leben bedroht.

"Die Leute in Malaysia waren sehr, sehr nett, aber da gab es auch diese radikale Seite, die offensichtlich nicht wollte, dass Muhammad Ali verliert."

"Also beschlossen sie, mir das Leben schwer zu machen. Und schließlich, eine Woche vor dem Kampf, riefen einige bei der Polizei und brachten zum Ausdruck, dass es eine Schande sei, dass ein Christ gegen einen Muslim kämpfen darf."

"Sie sagten: 'Wir sind der Meinung, dass wir gegen diesen Kampf vorgehen müssen, weil dieser Kampf nicht stattfinden sollte.'"

"Dann kam der Polizeichef zu dem Hotel, in dem wir wohnten, und sagte, wir werden das Hotel schließen und Soldaten auf jedem Stockwerk postieren."

"In jedem Stockwerk waren Polizisten mit Maschinengewehren. Ich dachte nur: 'Das ist absolut absurd. Hier bin ich, fordere Muhammad Ali um den um den größten Titel der Welt, und diese verdammten Leute versuchen, mich zu bedrohen.'"

"Drei Tage vor dem Kampf wurden dann die Green Berets geholt und die übernahmen das Hotel. Ich fuhr zum Kampf auf dem Rücksitz eines kugelsicheren Fahrzeugs. Diese radikalen Typen, wer auch immer sie waren, sprachen zu den Leuten und sagten: 'Wenn Joe Bugner den Kampf gewinnt, wird er den Ring nicht lebend verlassen.'"

"Das ist eine Sportveranstaltung. Es hat nichts mit Moslems zu tun oder Christen zu tun."

"Nach dem Kampf wurde ich wieder in dieses gepanzerte Fahrzeug gesetzt und fuhr zurück ins Hotel. Bis wir das Land verließen, begleiteten mich diese bewaffneten Soldaten, die uns dann auch zum Flughafen und bis in das Flugzeug brachten, und dann war alles in Ordnung."

Bugner, der den Kampf gegen Ali verlor, sagte außerdem, dass die britische Presse ihm nach seiner Punktniederlage gegen Ali keine Anerkennung zollte und es auch später nie tat.

"Ich musste 1975 England verlassen und nach Amerika ziehen, weil ich die Schwachköpfe, die für die Presse schreiben, nicht ertragen konnte. Sie sind die schrecklichsten Menschen - ich rede von den Schreibern. Ich spreche von den Zeitungen. Auf der anderen Seite waren die "Boxing News" zu 90 Prozent der Zeit ziemlich fair."

Quelle: :arrow: Artikel auf boxingnewsonline.net (Engl.)
Benutzeravatar
cesar
Beiträge: 549
Registriert: Fr 3. Mai 2013, 21:59
Kontaktdaten:

Re: Joe Bugner

Beitrag von cesar »

Danke für die Übersetzung!
Benutzeravatar
CharlieFirpo
Administrator
Beiträge: 2333
Registriert: Do 2. Mai 2013, 19:31
Wohnort: Bremen
Kontaktdaten:

Re: Joe Bugner

Beitrag von CharlieFirpo »



Joe Bugner in einem lustigen kleinen Spot zur Verkehrssicherheit in Großbritannien aus dem Jahr 1976. :-)
Benutzeravatar
Genesis
Beiträge: 561
Registriert: Fr 1. Dez 2017, 17:21
Wohnort: Innsbruck
Kontaktdaten:

Re: Joe Bugner

Beitrag von Genesis »

Sehr nett. Ich nehm an, hier hört man ihn selbst. :)
Antworten