Presse, Zeitungsartikel, etc...

Für Diskussionen rund um die Filme von Heinz Erhardt. Das Forum der Heinz Erhardt-Datenbank.
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ny182
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Beitrag von ny182 » Di 25. Apr 2017, 21:22

Hans-Joachim Heist, besser bekannt als Gernot Hassknecht aus der ZDF heute-show, hat der Neuen Osnabrücker Zeitung am 19. April ein Interview gegeben, in dem es auch um seine andere Bühnenfigur geht, mit der er in der ganzen Republik auftritt: Heinz Erhardt.

Hier der Link:
http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/ar ... hassknecht

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TheDutchman
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Re: Presse, Zeitungsartikel, etc...

Beitrag von TheDutchman » Mi 26. Apr 2017, 08:38

Danke für den Link :D
"Wenn ich von der Terrasse herunterspringe, gewinn' ich mindestens 1 3/4 Minuten!" :D

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ny182
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Re: Presse, Zeitungsartikel, etc...

Beitrag von ny182 » Mi 12. Jul 2017, 10:17

Nächste Woche Montag, am 17. Juli, strahlt der NDR um 20.15 Uhr die 90-minütige Sendung "Heinz Erhardt ist Kult! Der Humorist und sein großes Erbe" aus.

Die Ankündigung vom NDR:
http://www.ndr.de/fernsehen/epg/import/ ... 72458.html

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ny182
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Re: Presse, Zeitungsartikel, etc...

Beitrag von ny182 » Di 25. Jul 2017, 21:13

Beim Wochenblatt des Hamburger Stadtteils Bramfeld ist ein Online-Artikel über das Haus und das Grab von Heinz Erhardt, sowie über den Heinz-Erhardt-Park erschienen.

Autor "Arnold von Bramfeld" hat alle Orte besucht und dem Artikel eine 19-teilige Fotoreihe beigefügt.
Der Artikel wurde beim Verlag nicht auf Rechtschreibfehler geprüft, so dass leider unter anderem oft von 'Heinz Erhard' die Rede ist.

Der Autor will außerdem zwischen 1973 und 1979 als Streifenpolizist öfter am Haus der Erhardts vorbeigekommen und von Heinz Erhardt sogar auf Kaffee und Kuchen ins Haus gebeten worden sein. Das ist nur schwer vorstellbar, schließlich ereilte Erhardt bereits 1971 der Schlaganfall, der ihm Sprechen und Schreiben nahezu unmöglich machte. Dass er mit Block und Schreibstift auf der Veranda gesessen hat, ist daher ebenso unwahrscheinlich. Heinz Erhardt hat sich nach seinem Schlaganfall aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und hätte die Veranda zum Garten sicherlich der öffentlich einsehbaren Veranda zur Straße vorgezogen.


Dennoch ist der Artikel nett zu lesen und mit der Beurteilung, dass der Heinz-Erhardt-Park zwar in Nähe zum letzten Wohnort Heinz Erhardts eröffnet wurde, aber dafür leider nicht sehr schön ist, liegt Autor 'Arnold von Bramfeld' genau richtig.
Link: Artikel über Heinz Erhardt im Hamburger Wochenblatt
http://www.hamburger-wochenblatt.de/bra ... 41913.html

Der Artikel im Wortlaut:
In den Jahren 1973 bis 1979 war ich auf einem Revier in Hamburg Poppenbüttel. Das Betreuungsgebiet war verhältnismässig gross und auch der Stadtteil Wellingsbüttel gehörte dazu. Als ich Frischling war, fuhren wir mit dem Streifenwagen oft an Promihäusern vorbei und man zeigte mir, wer dort wohnhaft ist. Eines Tages fuhren wir auch durch die Waldingstrasse in Richtung Farmsener Weg. Links ging der Fasanenhain ab und im Haus Nr. 9, mit einer Veranda, sah man oft den Komiker sitzen. Heinz Erhardt, der 1971 einen Schlaganfall erlitten hatte, hatte immer einen Block und Schreibstift dabei und schrieb die kleinen Verschen auf. Wir fuhren extra langsam am Haus vorbei, damit er uns sehen und grüssen konnte. Hatte er uns gesehen, winkte er uns ab und zu ins Haus. Bei einer Tasse Kaffee zeigte er uns seine neuen Verse und wir mussten sein Publikum sein. Nach einigen Theaterauftritten und Spielfilmen (Natürlich die Autofahrer), hatte man ihm in Göttingen, wo die Szenen gedreht wurden, den Platz nach ihm benannt und ein Denkmal aufgestellt. Ihm wurde 1979 das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland nachträglich zum 70. Geburtstag verliehen. Wenige Tage darauf verstarb er. Aus Anlass seines 100. Geburtstages hat man eine Grünanlage, was ich lax als kleines Wäldchen bezeichnen würde, nicht weit seines letzten Wohnhauses, als Heinz Erhardt Park eingeweiht. Dieser Park befindet sich zwischen den Strassen Rabenhorts, Pfeilshofer Weg und Saseler Chaussee. Wir fuhren zum Rabenhorst gegenüber 34 und gingen in den Park. Im Park sind 5 Edelstahlstelen verteilt, auf denen man kleine Verse von ihm lesen kann. Ich finde die Ehrung für Heinz Erhardt schön, aber nicht den Park/Wäldchen. Seine Grabstätte befindet sich auf dem Friedhof Ohlsdorf, nahe der Kapelle 13, in der Lärchenallee. Damit man seine Grabstätte, auf der noch seine Ehefrau und Tochter liegen, finden kann, hat man eine Hinweistafel aufgestellt. Keine 20 Meter von der Lärchenallee entfernt kann man zuerst links eine Bank erblicken, neben der Besuchen diverse seiner Gedichte hingehängt hatte. Gegenüber der Bank ist nun die Grabanlage. Die Grabstätte ist liebevoll gepflegt.

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Re: Presse, Zeitungsartikel, etc...

Beitrag von ny182 » Mi 16. Aug 2017, 10:45

Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ), Regionalteil Mühlheim, hat heute einen kleinen Artikel eines unbekannten Autoren veröffentlicht, der gerne einmal ins Jahr 1961 reisen würden, um seinem Idol Heinz Erhardt zu begegnen:

https://www.waz.de/staedte/muelheim/ich ... 97205.html

Wenn ich in die Vergangenheit reisen könnte, dann in das Jahr 1961.Ich bin seit meiner jüngsten Kindheit ein sehr, sehr großer Heinz-Erhardt-Fan und würde mir dann die Dreharbeiten zu seinem Film „Drei Mann in einem Boot“ anschauen. Wenn ich nur an die Szene denke, wo er beinahe mit dem Boot die Rheinfälle von Schaffhausen heruntersteuert: einfach bis heute zu witzig! Ich würde mir sehr gerne ansehen, wie diese Szene gedreht wurde. Das wurde ja mit Sicherheit nicht direkt vor den Rheinfällen abgefilmt, aber trotzdem wäre das sicher sehr interessant.Ich würde mich dann außerdem gerne mit Heinz Erhardt unterhalten wollen, ihm sagen, was für ein großartiger Komiker und Schauspieler er war. Mich würde interessieren, was er so in seiner Freizeit gemacht hat und ob er privat auch so ein „Schelm“ war. Ich würde wissen wollen, wie er auf all seine Gedichte gekommen ist und mich bei ihm für all die tollen Filme und Sketche bedanken, die mich bis heute zum Lachen bringen.Aber leider wurde noch keine Zeitmaschine gebaut – das bleibt ein Traum. Schade, denn Heinz Erhardt ist und bleibt einfach der größte Entertainer, den die Welt jemals hatte!

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Re: Presse, Zeitungsartikel, etc...

Beitrag von ny182 » Mo 10. Sep 2018, 09:46

Die Hessische Niedersächsische Allgemeine hat am 21. August ein Interview mit einem gewissen Sven Schreivogel veröffentlicht. In dem Artikel geht es um die ehemaligen Filmateliers in Göttingen und welchen Einfluss die Filme von Heinz Erhardt in diesem Zusammenhang hatten.

Heute vor 70 Jahren: Eröffnung der Göttinger Filmateliers
Wo Heinz Erhardt und Dieter Borsche drehten

Göttingen. Vor 70 Jahren wurde Göttingen für gut ein Jahrzehnt zur Filmmetropole. In den Filmateliers wurde viele Streifen produziert. Wir sprachen mit einem Kenner, der Göttingen wieder stärker in den Kamerafokus rücken möchte.

Sven Schreivogel ist Hörspiel-Produzent, leidenschaftlicher Cineast und Filmemacher. Er möchte die ehemalige Filmstadt Göttingen wieder ins Blickfeld rücken. Wir sprachen anlässlich des 70-jährigen Eröffnung am 21. August 1948 der Göttinger Filmateliers mit Schreivogel.

Herr Schreivogel: Göttingen war ab 1948 mehr als ein Jahrzehnt die Filmstadt Deutschlands, das erstaunt ...

Sven Schreivogel: Der Zufall spielte eine Hauptrolle. Zwei junge Studienfreunde, Hans Abich und Rolf Thiele, wollten nach Kriegsende abseits der Metropolen „Film gegen den Film“ machen. Abichs Tante Mieke gehörte ein Haus in der Wöhlerstraße; ab Herbst 1946 wurde es zum Firmensitz der neuen Filmaufbau Göttingen GmbH. Hätte Tante Mieke in Braunschweig gewohnt, wäre Braunschweig zur Filmstadt geworden.

Welche Rolle spielte der alte Flugplatz in Grone?

Schreivogel: Dort gab es einen Hangar, der zu Studios umgebaut wurde. Allerdings mussten Abich und Thiele das firmeneigene Atelier bald verkaufen, nachdem ihr erster Film gefloppt war. Die Hamburger Vereinsbank übernahm den modernen Studiokomplex, gründete die Filmatelier Göttingen GmbH und vermietete die Atelieranlagen an andere Firmen. Dadurch wurde Göttingen überhaupt erst zur richtigen Filmstadt.

In Erinnerung sind eher die Klamaukfilme. Warum?

Schreivogel: Natürlich verbindet das Publikum mit Göttingen am ehesten die Heinz- Erhardt-Klassiker. Erhardt ist nun mal der beliebteste Komiker Deutschlands, und wir sollten dankbar sein, dass seine bekanntesten Filme hier gedreht wurden. Nicht minder komisch sind aber auch die Curt-Goetz-Komödien, die ebenfalls mit grandiosem Sprachwitz funktionieren.

Sie passten in die Nachkriegszeit …

Schreivogel: Ja. In den 1950er Jahren waren vor allem Filme angesagt, die eine heile Welt zeigten. Ursprünglicher Gedanke des Filmschaffens in Göttingen war aber ein ganz anderer: nämlich ein Gegenentwurf zu früheren UFA-Propagandafilmen. Diese Tradition – die „Göttinger Serie“ – führten nicht nur Abich und Thiele fort. Insbesondere Frank Wisbars Antikriegsfilm-Klassiker entsprachen dem Geist und zeigten das hochprofessionelle Wirken der Göttinger Ateliermitarbeiter. Für die Kulissen zu „Hunde, wollt Ihr ewig leben?“ erhielt Filmarchitekt Walter Haag 1959 den Bundesfilmpreis.

Was führte dazu, dass Göttingen, das „Hollywood an der Leine“, unterging?

Schreivogel: Ab Ende der 1950er Jahre kam es zu einer schweren Kinokrise in Deutschland. Das Fernsehen wurde zu einer stärkeren Konkurrenz. Das führte zu einer Bündelung des Filmschaffens in den Ballungszentren. Wiesbaden hatte dabei Glück, durch seine Nähe zu Frankfurt.

Fast wäre aber das ZDF in Göttingen gelandet und wäre nicht in Mainz stationiert..

Schreivogel: Zu Beginn der 1960er Jahre wollte das ZDF ursprünglich die Atelieranlagen am Elliehäuser Weg als Produktionsstätte übernehmen; die Nähe zur innerdeutschen Grenze hat das Vorhaben zum Scheitern gebracht. Nebenbei sei noch erwähnt, dass es in der Nachkriegszeit zwei Filmateliers in Niedersachsen gab – Göttingen und Bendestorf
im Landkreis Harburg. Dort gelang es, sich für Fernsehproduktionen zu etablieren. Inzwischen sind die Hallen abgerissen. Allein ein Filmmuseum erinnert daran..

In Göttingen steht das Gebäude der Filmateliers noch..

Schreivogel: Richtig. Die Sartorius AG hat das Gelände samt Studios gekauft.

Wie war das Verhältnis der Stadt und Bürger zu ihrem Filmstandort Göttingen?

Schreivogel: Seitens der Universität gab es zunächst Bedenken gegen diese Form der Kunst, aber letztendlich erwies sich das Filmschaffen als wichtiger Wirtschaftsfaktor. Bedeutend waren neben der Ateliergesellschaft auch die Produktionsfirmen sowie die Verleihfirmen. Die Schauspieler des Deutschen Theaters, Schüler, Studenten und Pensionäre konnten sich als Komparsen eine Einnahmequelle erschließen. Und in Cafés und Restaurants tummelten sich alle namhaften Stars des deutschen Nachkriegsfilms.

Warum wissen viele Göttinger heute nicht mehr um diese Bedeutung?

Schreivogel: Schwer zu sagen. Gründe, an das spannende Kapitel der Stadtgeschichte zu erinnern, gibt es genug. Film-Persönlichkeiten werden mit dem Heinz-Erhardt-Platz am Weender Tor und der Abich-Thiele-Straße im Industriegebiet auch gewürdigt. Ich halte ein Filmmuseum wie in Bendestorf für angemessen. Vielleicht ist der 21. August als Gründungsjahrestag ein guter Anlass, wieder ernsthaft darüber nachzudenken.

Es wurden und werden hier weiter Filme gedreht. Was ist zu tun, damit Göttingen als Filmstadt in den Fokus rückt?

Schreivogel: Ich bin davon überzeugt, dass ein ernstzunehmender Neustart als Drehort und Produktionsstandort allein unter Einbeziehung des Mediums Fernsehen eine reale Chance mit nachhaltiger Wirkung hat. Aufgrund der Digitalisierung ist Filmproduktion inzwischen überall möglich; in vielen Großstädten gibt es eine lokale Filmszene. Göttingen als TV-Kulisse und bundesweit als Drehort bekannt zu machen, wäre ein erster wichtiger Schritt. Hier spielen uns aktuell die „Tatort“-Dreharbeiten in die Hände. Allerdings hat hinsichtlich einer Fernseh-Präsenz das 45 Kilometer entfernte Kassel – gerne und oft als „Hollywood an der Fulda“ bezeichnet, wobei es nie eine Filmstadt wie Göttingen im eigentlichen Sinn war – derzeit noch die Nase vorn.

Zur Person: Sven Schreivogel
Sven Schreivogel, Jahrgang 1972, besuchte in Göttingen das Max-Planck-Gymnasium, absolvierte dann neben seiner Arbeit als Journalist und Schriftsteller auch eine Schauspielausbildung bei Gilles Tschudi in Göttingen und eine Ausbildung zum Filmemacher an der Kaskeline-Film-Akademie in Berlin.
Von 1993 bis 1998 leitete er den Verein Filmwerkstatt Göttingen, war zudem von 1995 bis 1999 Inhaber der Firma Direkt Film & Video. 1996/97 drehte er den Spielfilm „Der Seelenspiegel“ in Göttingen und Umgebung. 1999 erhielt er vom NDR eine Drehbuchförderung für die Dokumentation „Hollywood an der Leine – Die Geschichte der Filmstadt Göttingen“. Seit 2003 hat Schreivogel mehr als 60 Hörbuch- und Hörspielproduktionen mit über 100.000 Verkaufsexemplaren produziert, darunter die Bestseller „Dr. Mabuse“, „Heinz Erhardt“ sowie das Hörbuch „Morgens um 7 ist die Welt noch in Ordnung“ nach Eric Malpass. Schreivogel wohnt in Neu-Eichenberg, ist ledig und hat ein Kind.

Quelle: Hessische Niedersächsische Allgemeine, Artikel vom 21. August 2018

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