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Sotto il sole di Roma
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Sotto il sole di Roma
Sotto il sole di Roma
Melodram - Italien 1947
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Inhalt

ARD-Text (anlässlich der Fernsehausstrahlung in der Nacht von Sonntag (25.04.2010) auf Montag (26.04.2010)):

Unter der Sonne von Rom

© ARD / Länge: 85 Minuten / Schwarz/Weiss
(Sotto il sole di Roma)
Spielfilm Italien 1948

Gemeinsam mit seinem Freund Geppa schlägt Ciro sich gegen Ende des Zweiten Weltkrieges in einem römischen Armenviertel mit allen möglichen Tricks durch. Seine treue Freundin Iris wünscht sich, dass er sie heiratet und endlich einer geregelten Arbeit nachgeht. Dem soliden Lebenswandel vermag Ciro jedoch nichts abzugewinnen, lieber lässt er sich immer wieder auf halbseidene Geschäfte ein. Als er in schlechte Gesellschaft gerät und einen gefährlichen Einbruchdiebstahl plant, kommt es zur Katastrophe. In seinem neorealistischen Melodram gelingt Renato Castellani die lebensnahe Schilderung der Umbruchstimmung gegen Ende des Zweiten Weltkrieges.
*
Rom, gegen Ende des Zweiten Weltkriegs. Ciro (Oscar Blando) ist der Sohn eines römischen Nachtwächters (Feruccio Tozzi), der allabendlich seine Runden dreht. Während der Vater tagsüber schläft, macht Ciro mit seinen Freunden die Straßen des Armenviertels unsicher. Das nagelneue Paar Schuhe, das sein Vater ihm gerade erst besorgt hat, ist in diesen entbehrungsreichen Zeiten eine Kostbarkeit. Als er die Schuhe auf der Flucht vor den Carabinieri verliert, traut Ciro sich nicht nach Hause. Gemeinsam mit seinem Freund Geppa (Francesco Golisano), einem Obdachlosen, der sein Lager in einer Ruine aufgeschlagen hat, versucht er verzweifelt, Ersatz zu organisieren. Wie durch ein Wunder kann Geppa das gleiche Paar noch einmal auftreiben. Wem er dieses Glück in Wahrheit zu verdanken hat, muss Ciro schon bald auf ungewöhnliche Weise erfahren. Als sein Gegner im Boxring sich über ihn lustig macht, weil er sich von seiner Nachbarin Iris (Liliana Mancini) Schuhe kaufen lässt, geht Ciro prompt zu Boden. Er ist in seinem Stolz verletzt und will Iris die Meinung sagen. Dabei springt der Funke zwischen den beiden, die sich seit der Kindheit kennen, über. Sie werden ein Paar, doch Iris' stete Bemühungen, ihn von seinen halbseidenen Geschäften abzubringen, schlagen fehl. Es kommt zu einem Tiefpunkt ihrer Beziehung, als Ciro sich von der verheirateten Tosca (Gisella Monaldi) aushalten lässt. Nach einem heftigen Streit verspricht er, die unmoralische Affäre zu beenden und Iris zu heiraten. Und mit der ordentlichen Arbeit, die er in Aussicht hat, scheint das Glück der beiden zum Greifen nahe. Doch als Geppa Alarm schlägt, weiß Iris, dass Ciro sie wieder einmal belogen hat. Statt zur Arbeit zu gehen, nimmt er an einem riskanten Einbruch in ein Reifenlager teil. Ein letztes Mal noch will Iris versuchen, Ciro zur Vernunft zu bringen. Als auch sein Vater sich einschaltet, wird der von Ciros Komplizen erschossen.

Renato Castellanis episodisch inszeniertes Melodram zählt zu den Meisterwerken des „Neorealismo Rosa", einer verspielten Form des italienischen Neorealismus. Mit zahlreichen kleinen komödiantischen Einlagen gelingt Castellani bei aller Dramatik eine liebenswürdige Hommage an die ungebrochene Vitalität und die schlitzohrige Überlebenskunst der kleinen Leute. Die stimmige Milieuschilderung Roms gegen Ende des Zweiten Weltkriegs ist der erste Teil einer Trilogie, die mit „Es ist Frühling" (1949) und „Für zwei Groschen Hoffnung" (1952) vollendet wurde.

Personen:
Ciro - Oscar Blando
Iris - Liliana Mancini
Geppa - Francesco Golisano
Bruni - Ennio Fabeni
Nero - Alfredo Locatelli
Fernando - Alberto Sordi
Ciros Vater - Ferruccio Tozzi
und andere

Musik: Nino Rota
Kamera: Domenico Scala
Buch: Sergio Amidei, Renato Castellani und Fausto Tozzi
Regie: Renato Castellani

Laufzeit: 83 Min.



HR (Hessischer Rundfunk)-Text (anlässlich der Fernsehausstrahlung am 10.05.2010):

Unter der Sonne von Rom

Spielfilm Italien 1948 (Sotto il sole di Roma)
hr-fernsehen
Montag, 10.05.10 / 23:30 - 00:55 (85 Min.)

"Unter der Sonne von Rom" handelt von den Abenteuern zweier Jugendlicher in Rom kurz vor und unmittelbar nach dem Zusammenbruch des Mussolini-Regimes.

"Unter der Sonne von Rom" ist der erste Teil von Castellanis neorealistischer Trilogie, für die später der Begriff des "neorealismo rosa", also einer abgeschwächten Version des Neorealismus, geprägt wurde. Tatsächlich präsentiert der "rosa Neorealismus" wichtige Probleme auf eine Weise, die sie nicht weniger wichtig und weniger schwer zu lösen erscheinen lässt. Dennoch gelingt es Castellani, die Probleme der armen Leute und der verwahrlosten Jugend auf humorvolle Weise zu zeigen, ohne dabei den sozialkritischen Ansatz abzuschwächen. Um dies zu erreichen, arbeitet er fast nur mit Laiendarstellern, die er zur Entfaltung erstaunlicher schauspielerischer Fähigkeiten führt. So gelingt Castellani eine stimmige Milieuschilderung von Rom, einer Stadt, die noch unmittelbar unter dem Einfluss der gesellschaftlichen Veränderungen steht. Renato Castellani, 1913 geboren, gilt als "Meister der leichten Hand". Er studierte Architektur, bevor er in den späten dreißiger Jahren zum Film kam. Dort begann er als Drehbuchautor für Mario Soldati, Mario Camerini und Alessandro Blasetti. Sein Debütfilm "Un Colpo die pistola" von 1941 wurde zwar wohlwollend aufgenommen, aber richtige Anerkennung gewann Castellani erst mit seiner neorealistischen Trilogie "Unter der Sonne von Rom" von 1948, "Es ist Frühling" von 1949 und seinem schönsten Film "Für zwei Sechser Hoffnung" von 1952.

Darsteller/Regie

Ciro: Oscar Blando
Iris: Liliana Mancini
Geppa: Francesco Golisano
Bruno: Ennio Fabeni
Nerone: Alfredo Locatelli
Bellicapelli: Gaetano Chiurazzi
Ciros Vater: Ferruccio Tozzi
Ciros Mutter: Maria Tozzi
Janitor: Giuseppina Fava
'Mbriaschini: Raffaele Caporilli
Pirate: Ilario Malaschini
Tosca: Gisella Monaldi
Fernando: Alberto Sordi
Romoletto: Luigi Valentini
Panaccioni: Panaccioni


Regie: Renato Castellani
Drehbuch: Renato Castellani, Fausto Tozzi, Sergio Amidei, Emilio Cecchi, Ettore Maria Margadonna
Kamera: Domenico Scala
Musik: Nino Rota


D

Starttermine:
02.10.1948 Italien Kinopremiere
23.09.1949 Frankreich Kinopremiere (Paris)
15.10.1967 BRD Fernsehpremiere (BR)
16.04.1974 DDR Fernsehpremiere (DFF 1)
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Besetzung
Nr. Darsteller RollennameSynchronsprecher Bild InfoIMDb
1 Oscar Blando
(as Oscar Blanco)
Ciro
2 Francesco Golisano IF: Geppa
DF: Geppo
3 Liliana Mancini Iris  
4 Alberto Sordi Fernando, il commesso della calzoleria
5 Gisella Monaldi Tosca
6 Alfredo Locatelli IF: il Nerone
DF: Nero
  
7 Ennio Fabeni IF: Bruno
DF: Bruni
  
8 Ilario Malaschini   
9 Luigi Valentini   
10 Omero Paoloni   
11 Angelo Giacometti   
12 Tanino Chiurazzi   
13 Lorenzo Di Marco   
14 Gina Mascetti
15 Nicola Manzari   
16 Ferruccio Tozzi IF: padre di Ciro
DF: Ciros Vater
  
17 Maria Tozzi   
18 Anselmo Di Biagio   
19 Panaccioni IF: se stesso
DF: sich selbst
  
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Stab
Musik
Nino Rota, Franco Ferrara (dirette da)
Drehbuch
Renato Castellani, Sergio Amidei, Suso Cecchi D'Amico, Ettore Maria Margadonna, Fausto Tozzi
Kamera
Domenico Scala, Armando Nannuzzi (Operatore alla macchina)
Schnitt
Iolanda Benvenuti (als Jolanda Benvenuti)
Idee
Renato Castellani, Fausto Tozzi
Segretario di edizione
Paolo Heusch
Produktionsfirmen
Universalcine
1. Regieassistenz
Marino Girolami, Franco Brusati
Produzent
Sandro Ghenzi (Prodotto da), Ermanno Donati (Direttori di produzione), Ignazio Luceri (Direttori di produzione), Paolo Picuti (Ispettori di produzione), Attilio Tosato (Ispettori di produzione)
Regie
Renato Castellani
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