Seit gestern ist eine neue Staffel von Kommissar Rex im Fernsehen. Ich hab´s ohne große Erwartungen angesehen und eigentlich nicht so schlecht gefunden. Es ist inzwischen niemand mehr von den früheren Staffeln in Wien dabei. Maximilien Brückner (hab ich schon in mehreren Rollen gesehen, z.B. als Martin Luther, als Mozarts bester Freund in München (Film aus 2006) und als Amokläufer in "München Mord" )spielt das neue Herrchen von Rex als Kommissar Max Steiner, der aber nicht mehr der Chefermittler ist (das ist eine hübsche junge Frau

) und sie sind wieder zu Dritt, wobei Max Steiner (zumindest in der ersten Folge) doch die Hauptfäden zu ziehen scheint und die Vorgesetzte auch so manchen Verstößen mangels Alternativen doch widerwillig zustimmt. Weiters ist der österr.weit bekannte Kabarretist Alfred Dorfer als Pathologe dabei, was ich etwas gewöhnungsbedürftig finde (in einer Austro-Tatort-Folge war er einmal als zwielichtiger Beamter dabei und das hab ich passender zu ihm gefunden). Es war actionmässig nicht schlecht (vor allem der Abschlußshowdown) und auch die Gags waren nicht so schlecht (natürlich mit Luft nach oben) und ich denk, dass die längere Pause gutgetan hat.
Die ersten Staffeln mit Moretti und dem Nachfolger Gedeon Burkhard haben mir noch am besten gefallen und nach dem Abgang von Burkhard hat´s dann doch immer mehr nachgelassen. Die Staffeln, die dann in Rom gedreht worden sind, haben mir noch weniger gefallen. Vor mehreren Jahren war dann der Pilotfilm einer geplanten Staffel im Fernsehen, wo Rex (inzwischen wieder in Wien) wieder ein neues Herrchen bekommt, aber diese scheint dann doch nicht verwirklicht worden zu sein. Und wenn ich´s richtig in Erinnerung hab, hat man in einigen der alten Folgen als Zuseher schon gesehen, wer der Täter ist, was ich im Nachhinein nicht so gut find. Wenn man miträtseln kann, find ich´s deutlich interessanter.
Insgesamt dürfte diese Serie eine der erfolgreichsten sein, was die internationale Reichweite betrifft. Es soll in weit mehr als 100 Ländern gelaufen sein (ähnlich wie bei Derrick seinerzeit, wo allerdings noch nicht so eine Überflutung an Serien war wie in den letzten 30 Jahren).