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Allein gegen die Mafia
Teil 1
Bei der Untersuchung des Mordes an seinem Vorgänger kommt Kommissar Michele Placido den verbrecherischen Verbindungen zwischen Politikern, Anwälten, Bankiers und Gangstern auf die Spur und ist weder durch subtile noch durch blutige Warnungen aufzuhalten. Durch sein Mißtrauen gegen alles und jeden und seine kompromißlose Sicht der Dinge bringt er aber nicht nur die Verbrecher in Verlegenheit, sondern setzt auch seine Ehe aufs Spiel. - In oft beeindruckend langen aussagestarken Einstellungen hervorragend inszenierte und durchdachte Serie, in der sich selbst Melodramatisches erstaunlich in das stimmige Konzept fügt. Eine der brisantesten und beachtlichsten TV-Produktionen überhaupt. (10/10)

Teil 2
Kommissar Michele Placido betreibt nach dem durch die Mafia verschuldeten Tod seiner Tochter ein gefährliches Doppelspiel, indem er sich scheinbar korrumpieren läßt und der Mafia sowie einflußreichen in Waffengeschäfte verwickelten Politikern zu Diensten ist, in Wahrheit aber die Gruppen gegeneinander ausspielt. - Kompetent inszeniert, ohne jedoch die Dichte und Brisanz der von Damiani gedrehten ersten Folgen zu erreichen. Trotz deutlicher Längen ist die Fortsetzung aber noch bemerkenswert: besonders der Aspekt, wie aus einem normalen Mann durch harmlose 'Gefälligkeiten' nach und nach ein 'Mafioso' werden kann, wird in mehreren Varianten beleuchtet. (7/10)

Teil 3
Nachdem auch seine Frau von der Mafia ermordet wurde und die Schuldigen mit nur geringen Strafen davonkommen, will Kommissar Michele Placido aufgeben. Durch seine neue Geliebte, deren Großvater ein mit der Mafia liierter Bankier ist, sieht er sich jedoch bald erneut mit seinen alten Gegnern konfrontiert und zum Handeln gezwungen. - Trotz merklich kritischem Unterton mehr Melodram als Mafia-Film, durch die Riege erstklassiger Darsteller und Morricones prägende Musik aber auf hohem Niveau, so daß diese dritte Fortsetzung ungeachtet der schwächeren Regie noch immer zu den überdurchschnittlichen Produktionen des Fernsehens zählt. (7/10)

Teil 4
Kommissar Michele Placido ist in den Polizeidienst zurückgekehrt und kämpft, obwohl völlig desillusioniert, weiter gegen das Gestrüpp aus Politik, Macht und Verbrechen, wobei ihm diesmal eine Richterin, die sein Engagement langsam begreift, zur Seite steht. - Mit dieser weiteren Fortsetzung hat sich die Serie endgültig als breit ausgespieltes Melodram etabliert, wobei die kritischen Ambitionen zugunsten zunehmenden Produktionsaufwandes immer mehr verblassen. Durch die von Morricones Musik getragene ansprechende Gestaltung und die durchweg überzeugenden Darsteller dennoch positiv aus der Masse der TV-Serien hervorstechend. (8/10)

Teil 5
Nach der Ermordung Commissario Cattanis führt die Richterin Conti mit Unterstützung eines ehemaligen Polizisten den aussichtslos scheinenden Kampf gegen Verstrickung von Verbrechen, Wirtschaft und Politik weiter. - Obwohl für TV-Verhältnisse noch immer überdurchschnittlich, ist diese Fortsetzung der einstmals bemerkenswerten Serie durch zunehmende Unglaubwürdigkeiten und langatmige Melodramatik eher enttäuschend. Einzelne beachtliche Darsteller verbessern den mäßigen Gesamteindruck nur bedingt, auch die Überdosis Musik kann die zwar sorgfältige, aber nicht auf den Punkt kommende Inszenierung in keine Form bringen. (6/10)

Teil 6
Richterin Conti einmal mehr im unermüdlichen Einsatz gegen das organisierte Verbrechen, wobei sie mit neuen Gegnern zu tun bekommt, die ihre Aktivitäten vor allem in die osteuropäischen Länder ausdehnen wollen. - Kaum noch ernstzunehmende Mafia-Bosse bevölkern diese Fortsetzung, die ihrem Anspruch auf Realistik nicht mehr gerecht wird. Da der Regisseur aber wieder über ein blendendes Darsteller-Ensemble und ein üppiges Budget verfügen kann, ist das Resultat immerhin noch recht ansehnlich und verdient verglichen mit anderen TV-Produktionen doch eher Nachsicht. (6/10)

Teil 7
Richterin Conti läßt sich in die Stadt versetzen, in der Commissario Cattani einst seinen Kampf gegen die Mafia begann, nicht zuletzt, um endlich seine Mörder und deren Hintermänner zur Rechenschaft zu ziehen. - Mit guten Darstellern und großem Aufwand in bewährtem Stil erzählte weitere Fortsetzung, die inhaltlich an die realistischen ersten Folgen anknüpft und dadurch deutlich interessanter wirkt als die zunehmend unglaubwürdiger werdenden Teile 5 und 6. (7/10)

Teil 8
In den 50er Jahren legt sich ein Unternehmer mit den örtlichen Mafiosi an, ehe er sich nach geschäftlichen wie privaten Rückschlägen mit ihnen verbündet, als dies der einzige Weg zur Durchsetzung seiner ehrgeizigen Pläne zu sein scheint; in diesem Umfeld wird der 14jährige Tano geprägt durch die Erkenntnis, daß man zum Erreichen seiner Ziele alle Ideale schnellstens über Bord werfen muß. - Diese Fortsetzung der Serie ist als Vorgeschichte zu den bisherigen Folgen angelegt. Auch wenn Melodramatisches oft im Vordergrund steht, bleibt die interessante Thematik doch stets präsent. Die ansprechende Inszenierung, gute Darsteller und eine bezwingende Musik runden den positiven Gesamteindruck ab. Neben dem konkurrenzlosen Teil 1 sicher der beste Teil der Gesamtserie. (9/10)

Teil 9
Nachdem ihr Mann mit der Mafia Geschäfte macht und ihr den Umgang mit dem Sohn verbietet, läßt sich seine Frau als Spitzel der Polizei einspannen, um Beweise zu sammeln und den Hintermännern des Drogenhandels das Handwerk zu legen. - Das Gemisch aus Familiendrama und nebulösen Mafia-Machtkämpfen ist durch das unausgegorene Drehbuch nicht recht überzeugend und wirkt wie eine eilig produzierte Fortsetzung mit einigen Charakteren des vorherigen Teils. Formal und darstellerisch jedoch über dem Durchschnitt. (6/10)

Teil 10
Der abschließende Teil knüpft wieder an Teil 7 an. Mafioso Tano Cariddis Ambitionen gehen dahin, genügend politischen Einfluß zu erlangen, um die Gesetze zum eigenen Vorteil zu gestalten; dann braucht man sie nicht mehr übertreten, das Verbrechen wäre legal. - Im Berlusconi-Italien, wo dies schon verwirklicht zu sein scheint, lag dieser letzte Teil der Serie fast 2 Jahre lang auf Eis. In Deutschland, wo man auf dem besten Wege ist, dies umzusetzen, wurde dieser letzte brisante Teil bisher überhaupt nicht gezeigt. (8/10)

Ausführlicher Artikel ALLEIN GEGEN DIE MAFIA in der Wikipedia
Folgenübersicht
Folge Titel Jahr
1 Allein gegen die Mafia 1983
2 Allein gegen die Mafia 2 1985
3 Allein gegen die Mafia 3 1986
4 Allein gegen die Mafia 4 1988
5 Allein gegen die Mafia 5 1990
6 Allein gegen die Mafia 6 1992
7 Allein gegen die Mafia 7 1994
8 Allein gegen die Mafia 8 1996
9 Allein gegen die Mafia 9 1997
10 La piovra 10 1999
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