Kann mir jemand gute Tipps geben, wie man erfolgreich einen Vertrag kündigt, z.B. bei Sky?
Oder wenigstens die Adresse eines guten Anwaltes in meiner Nähe.
Hier meine bisherigen hilflosen Versuche:
Vielleicht erweckt es gewissen Vorurteile, wenn jemand 12 Jahre für gar nichts trotzdem zahlt. Nach dem Motte, Österreicher, Kleindorf, Bauernhofbewohner. Ach, vielleicht ist es bei mir eine Form von Demenz, hoffentlich erfahren das aber meine Kollegen vom Mensa-Verein nicht, sonst fliege ich dort hochkant raus.
Blöde Frage, aber hast Du einfach mal die Webseite von Sky aufgerufen und da diesen Chatbot gestartet? Über den hatte ich letztes Jahr erfolgreich kündigen können. Ich fand das auch einen sehr seltsamen Weg, aber er funktionierte. Dein Fall ist natürlich mit den verloren gegangenen Daten und der Vorgeschichte etwas anders gelagert, aber einen Versuch könnte man ja machen.
Ja, ohne Passwort ist das alles etwas schwieriger. Und extra ausgedruckt habe ich die nach den diversen Änderungen gar nicht mehr, war ja eh bei den E-Mails gespeichert. Aber die sind ja weg. Und eigentlich dachte ich, über den Kundenservice wäre die Kündigung erledigt, aber was darf man denen noch glauben?
Ist die alte E-Mail-Adresse denn wirklich weg, oder gibt es sie noch und du kommst nur nicht mehr ran? Im letzteren Fall müsste man sich vielleicht mal mit dem Provider der alten Adresse rumschlagen, um wieder Zugriff zu bekommen.
Mit dem Tod meiner Eltern erlebe ich mit einigen Vertragspartnern auch das Problem, dass ich aus deren ein oder anderen Abo nicht ohne weiteres raus kann, da ich die Zugangsdaten nicht kenne und das Ableben von Vertragspartnern im System so nicht vorgesehen ist. Nachdem ich mithilfe der Sparkasse den Zugang zum Konto blockiert habe, habe ich plötzlich mit richtigen Menschen zu tun. Die sagen mir zwar auch erstmal, dass sie für alles keinen passenden Knopf haben in der Datenbank und Leute wohl nicht einfach versterben, ohne vorher all ihre Formalitäten in Ordnung gebracht zu haben. Aber spätestens nach dem dritten "Ich habe Sie nicht verstanden!" von mir, nehmen die Gespräche dann plötzlich doch konstruktivere Verläufe.
"Das Leben & Denken im Konjunktiv führt ins Unglück." ~ Jean Reno & irgendwie so
Ja, das mit der alten Adresse. Als sie nicht mehr ging, habe ich auch nichts mehr bezahlt. Wenn da im Hintergrund noch was gelaufen ist, dann ist der Mailspeicher zwischenzeitlich wohl etliche male überfüllt. Ich wüsste auch gar nicht mehr, wer gerade der aktuelle Provider ist. Die UTA-Kunden wurden ja des Öfteren weitergereicht, immer mit neuen Zugangsdaten.
Das mit dem Telefonieren habe ich ja mehrfach hinter mir, mit nicht eingehaltenen Zusagen. Ich glaube nicht, dass es nur an mir liegt. Immerhin habe ich es ohne größere Probleme geschafft, meine ganzen Kreditkarten zu kündigen. (Eurocard, American Express, Visa, Diners) Das zwar auch eine gewisse Anstrengung, was aber doch erstaunlich reibungslos vonstatten ging.
Ich würde an Deiner Stelle einmal die Arbeiterkammer kontaktieren (soviel ich weiß, kümmern sie sich auch um andere Angelegenheiten und selbst Menschen, die nicht angestellt sind und somit keine Beiträge bezahlen) oder den Ombudsmann. Den Volksanwalt gibt es auch noch (dann erscheinst Du vielleicht auch im Fernsehen ), ansonsten kenne ich schon auch Anwälte. Der eine hat soviel ich weiß auch zur AK gewechselt. Aber Anwälte kosten halt schon auch Geld. AK ist an und für sich gratis, soviel ich weiß.
...um zu glauben was wir lesen, wär ein Aug' genug gewesen.
...mit dem einen Maule schon, schwätzt zuviel der Erdensohn.
...hätt' er aber Mäuler zwei, löge er sogar beim Fressen!
Es gibt nur eines was wichtig ist: daß man sterben muß!
Ah ja, danke. Mir wurden ja jahrelang auch Beiträge für die Arbeiterkammer abgezogen, ohne dass ich einmal etwas gebraucht hätte. Andererseits habe ich so das eine oder andere Vorurteil. Ich habe über 30 Jahre den undankbaren Job eines Lohnverrechners gehabt. Meist nur neben Buchhaltung, aber egal. Und meine Berührungspunkte zu den dortigen Anwälten waren selten freundlich. Meist stellte sich heraus, dass ihr Vorgehen weniger sachlich begründet war, sondern einfach nur eine Drohung, die jeweilige Firma öffentlich bloßzustellen. Was sich natürlich dann negativ auswirkt. Ich schätze mal, mit so einer Drohung würden sie bei einem Unternehmen wie Sky bestenfalls einen Lachanfall verursachen.
Irgendwo liegt noch die Adresse meines vorigen Anwaltes. Der hatte mir ja geholfen, meinen Mieter, der allerdings kaum Miete zahlte, aus dem Haus zu klagen. War damals eine langwierige und teure Angelegenheit, aber die neue Adresse des ehemaligen Mieters lautet jetzt glaube ich "Unter der Brücke 1". Muss ich mal nachsehen, ob der Anwalt noch aktiv ist, aber in dem Fall müsste ja die Rechtschutzversicherung einspringen. Allerding wird er eine gewisse Vorarbeit von mir verlangen. Nachweis eines Einschreibens meinerseits an Sky, aus dem hervorgeht, dass die mir den Restbetrag mitteilen und die Kündigung bestätigen sollen. Erst wenn das auch nichts wird, kann ich den Fall weitergeben.